Energieausweis

Hinweis auf die aktuelle Energieeinsparverordnung (EnEV) und die damit verbundenen Verpflichtungen für Gebäudeeigentümer.

Seit dem 1. Mai 2014 gilt die EnEV 2014 – Energieeinsparverordnung für Gebäude und ihre Anlagentechnik.

Neuerungen der EnEV 2014 | © Sprengnetter Immobilienbewertung, Frau Nelle

Die EnEV 2014 (Energieeisparverordnung) trat am 1. Mai 2014 in Kraft.

  • Anhebung der energetischen Anforderungen an Neubauten ab dem 01. Januar 2016 um durchschnittlich 25 Prozent des zulässigen Jahres-Primärenergiebedarfs.
  • Ab 2016 gelten für Wohngebäude im Vergleich zur EnEV 2009 rund 20 Prozent höhere Anforderungen an zulässige Trasmissionswärmeverluste über die Gebäudehülle.
  • Die Anhebung der Neubauanforderungen ist ein wichtiger Zwischenschritt hin zum EU-Niedrigstenergiegebäudestandard, der spätestens ab 2021 gilt.
  • Bei der Sanierung bestehender Gebäude ist keine Verschärfung vorgesehen.
Neuer Bandtacho | © Sprengnetter Immobilienbewertung, Frau Nelle

Der Energieausweis erhält einen neuen Bandtacho: neben einer kürzeren Skalierung, bekommt der sogenannte Energieeffizienzklassen von A+ (unter 30 kWh/(m²a)) bis H (über 250 kWh/(m²a)). Die Klasse A soll dem ab dem Jahr 2016 geltenden Neubaustandard entsprechen.

Energieeffizienzklassen geben keine Auskunft darüber, ob ein Haus mit Effizienzklasse C, das mit Pellets beheizt wird höhere Heizkosten hat, als ein Gebäude der Energieeffizienzklasse B mit einer Ölheizung.

Werte sind durchschnittlich und können nicht den Verbrauch/Bedarf einzelner Wohnungen angeben.

Neuerungen zum Energieausweis | © Sprengnetter Immobilienbewertung, Frau Nelle

Bildquelle:
© Sprengnetter Immobilienbewertung, Frau Nelle

Energieausweis

§16 Abs. 2 EnEV

Soll ein mit einem Gebäude bebautes Grundstück, ein grundstückgleiches Recht an einem bebauten Grundstück oder Wohnungs- oder Teileigentum verkauft werden, hat der Verkäufer dem potenziellen Käufer spätestens bei der Besichtigung einen Energieausweis oder ein Kopie hiervon vorzulegen. Unverzüglich nach Abschluss des Kaufvertrages hat der Verkäufer dem Käufer den Energieauseis oder eine Kopie hiervon zu übergeben (gilt auch für Vermieter, Verpächter, Leasinggeber).

Wer ist in der Vorlagepflicht?

Der Eigentümer wird nicht mehr in der EnEV 2014 erwähnt. Es kommt hier entscheidend auf den Vermieter an.

Pflichtangaben in Immobilienanzeigen | © Sprengnetter Immobilienbewertung, Frau Nelle

Pflichtangaben gem. § 16 a EnEV

1. die Art des Ausweises, bedarfs- oder verbrauchsorientierter Ausweis
2. den im Energieausweis genannten Wert des Endenergiebedarfs oder Endenergieverbrauchs des Gebäudes
3. der wesentliche Energieträger für die Heizung des Gebäudes
4. das Gebäudebaujahr und
5. die im Energieausweis genannte Energieeffizienzklasse.

Unter kommerziellen Medien sind insbesondere Anzeigen und Zeitungen, Zeitschriften oder im Internet zu verstehen.

Nicht erfasst werden private kostenfreie Kleinanzeigen, z.B. kostenfreie Aushänge in Supermärkten.

Pflicht gilt nur, wenn ein Energieausweis vorhanden ist (zur ersten Besichtigung bzw. spätestens zur Vertragsunterzeichnung muss er vorliegen).

Fehlende Pflichtangaben in Immobilienanzeigen stellen ab 01.05.2015 eine Ordnungswidrigkeit dar.

Man unterscheidet zwei Ausweisarten; den bedarfsbasierten und den verbrauchsbasierten Energieausweis.

Der Bedarfsausweis wird ingenieurtechnisch u.a. auf Grundlage der Baukonstruktion sowie der Analgentechnik berechnet. Er ermöglicht einen deutschlandweiten Vergleich von Gebäuden und enthält aussagekräftige Information über die energetische Qualität des Gebäudes. Je nach energetischer Beschaffenheit, Anzahl der Wohneinheiten und Baujahr des Gebäudes kann auch ein verbrauchsbasierter Energieausweis ausgestellt werden.

Der Verbrauchsausweis wird auf der Grundlage des tatsächlichen Verbrauchs berechnet. Dies hat zur Folge, dass sich das Heizverhalten des aktuellen Nutzers im Energieausweis erheblich niederschlägt. So können beispielsweise die Aussagen von zwei Verbrauchsausweisen für dasselbe Gebäude, jedoch mit unterschiedlichen Nutzern, erheblich voneinander abweichen. Ein berufstätiges Ehepaar verbraucht im gleichen Gebäude i.d.R. wesentlich weniger Energie als eine 3-köpfige Familie, die tagsüber zu Hause ist.

Der bedarfsbasierte Energieausweis ist deshalb für Sie und auch für einen potenziellen Käufer oder Mieter wesentlich aussagekräftiger als der verbrauchsbasierte Energieausweis. Mit dem Bedarfsausweis sind Sie auf energetische Fragen der Interessenten vorbereitet und können diesbezügliche Ansprüche in jedem Fall erfüllen.

Neben dem eigentlichen Energieausweis erhalten Sie unverbindliche Modernisierungsempfehlungen zu Ihrem Gebäude, die aufgrund der vorhanden Baukonstruktion sowie der Anlagentechnik erstellt werden. Mit Hilfe der Empfehlungen können Sie beurteilen, mit welchen Maßnahmen Sie den energetischen Zustand Ihres Gebäudes weiter verbessern können.

Unser Büro bietet die Erstellung beider Energieausweisarten an. Wenn Sie den Energieausweis gemeinsam mit dem jetzt beauftragten Verkehrswertgutachten erstellen lassen, kann ich Ihnen den Ausweis zu günstigen Konditionen anbieten.
Die reduzierten Kosten sind insbesondere auch darin begründet, dass die Vorarbeiten (Unterlagenbeschaffung, Terminabsprache, Ortstermin etc.) für zwei Projekte gemeinsam durchgeführt werden. Im Preis sind alle Nebenkosten (u.a. Kopier-, Telefon- und Portokosten) inbegriffen.

Der Energieausweis wird im vereinfachten Berechnungsverfahren rechtssicher sowie zeitnah erstellt und von einem zugelassenen Energieberater berechnet, erzeugt und unterzeichnet. Der Energieausweis besitzt eine hohe Aussagekraft, da er im Gegensatz zu Onlinebestellungen auf einer fachmännischen Datenerfassung mit zusätzlicher Plausibilisierung durch den Energieberater beruht. Das Objekt wird von uns besichtigt und nicht durch Ferndiagnostik beurteilt, wie des leider teilweise auf dem Markt angeboten wird.

Die zuvor genannten Punkte sind wesentliche Merkmale, die die Qualität unseres Energieausweises steigern.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen auch telefonisch gerne zur Verfügung.